Viel schlechter hätte die Saison für die A1-Junioren nicht beginnen können. Mit 2 Punkten aus 4 Spielen fand man sich im hintersten Teil der Tabelle wieder. Das Ziel sich für die Interliga zu qualifizieren war in fast unendlich weite Ferne gerückt. Doch nur fast!

Nach der Saisonauftaktniederlage gegen Malters, welches man offensichtlich unterschätzt hatte, stand nur ein Tag später die Partie gegen den aktuellen Tabellen-Leader Smash 05 an. In diesem Spiel konnte man zwar eine ansprechende Leistung zeigen, zu mehr als einem Satzgewinn reichte es aber nicht. Natürlich ahnte zu diesem Zeitpunkt noch niemand, wie wichtig dieser eine gewonnene Satz noch werden könnte. Es folgte das erste Heimspiel gegen Los Unidos, welches man mit einer durchschnittlichen Leistung klar 3:0 gewinnen konnte. Da aber eine merkliche Leistungssteigerung ausblieb, verlor man anschliessend gegen den aktuellen innerschweizerischen Leader Emmen Nord mit 3:0. In diesem Spiel zeigte Lunkhofen einzig gegen Ende des dritten Satzes sein Potential. Zu einem Satzgewinn reichte es aber hauchdünn nicht mehr.

Nun stand man also mit dem Rücken zur Wand. Zum einen hatte man sich in den ersten vier Spielen nur gerade mal 2 Punkte sichern können, zum andern begann sich das Kader durch verletzungs- und schulbedingte Absenzen zu lichten. Doch diese Situation liess die Spieler offenbar befreiter aufspielen. Obwohl man von da an nie mehr mit vollständigem Kader antreten konnte, oft sogar Unterstützung aus der zweiten Juniorenmannschaft anfordern musste, spielte man nun plötzlich regelmässig über drei Sätze hinweg ansprechendes Volleyball. Die Folge: Man erfüllte die Pflicht gegen Aarau und Buochs. Da Kanti Baden gegen Emmen Nord ebenfalls Punkte liegen liess, eröffnete sich unverhofft wieder die Chance, sich aus eigener Kraft für die Interliga qualifizieren zu können. Dazu mussten jedoch 3:0-Siege gegen Kani Baden, Luzern und Willisau her.

Nachdem man bereits zwei mal um 11.00 am Sonntag Morgen spielen musste und bei beiden Partien spielerisch enttäuschte, griffen die Trainer vor dem wegweisenden Kanti-Spiel, das ebenfalls auf 11.00 angesetzt war, im Training das Thema „Schlafen vor Wettkampftagen“ auf. Offenbar mit Erfolg: Mit einem 3:1 sicherte sich Lunkhofen den ersten Sieg in Baden seit 2 Jahren und entschied damit das 4-Punkte-Spiel zu seinen Gunsten. Und da man am darauf folgenden Wochenende ein ebenfalls unvollständig antretendes Luzern 3:0 bezwang, während Malters in Baden einen Satz entführte, stand die Tür zur Interliga wieder weit offen. Obwohl sich Kanti dann in seinen letzten zwei Spielen kein Blösse mehr gab und sowohl Los Unidos, wie auch VBC Buochs jeweils 3:0 schlug, hatte es nun Lunkhofen in der Hand, sich mit einem 3:0-Sieg gegen das Tabellen-Schlusslicht Willisau auf den 3. Tabellenplatz vorzukämpfen und sich damit schliesslich doch noch für die Interliga zu qualifizieren.

Für das letzte und alles entscheidende Spiel gegen Willisau standen den Coachs jedoch nur gerade 5 der 10 Spieler des eigenen Kaders  zur Verfügung, weshalb man erneut auf Verstärkung aus den Reihen des zweiten Juniorenteams angewiesen war. Hinzu kam, dass die SAR-Spieler bereits ein Trainingsweekend in den Beinen hatten. Wiederum stellte man sich also auf ein nervenaufreibendes Vorrunden-Finale ein. Schliesslich sah man sich jedoch in Willisau einem noch weitaus deutlicher geschwächten Kader gegenüber. Ohne gelernten Zuspieler vermochte das Heimteam zu keinem Zeitpunkt des Spiels Lunkhofen gefährlich werden und man gewann die Partie souverän mit 3:0. Interliga, wir kommen.

Das Junioren A1.