Was für ein Chrampf. Die ersten zwei Sätze verloren wir diskussionslos. Was danach folgte, kann man als Wutrede à la Lunki bezeichnen.

  • Knapper Sieg gegen Volley Toggenburg
  • 3:2 (19:25, 21:25, 25:13, 25:17, 15:13)
  • Ein Kampf über beinahe zwei Stunden

Die Bälle fielen uns vor die Füsse, der Block war stets etwas spät, die Annahmen einen Tick zu ungenau. Selbst unseren flexiblen Passeusen gelang es nicht mehr immer ihre Traumpässe zu spielen. Dazu kommt, die Spielerinnen von Volley Toggenburg zeigten sich von ihrer schnellsten und stärksten Seite. Kurzum, der Start in den Match missglückte uns komplett. Völlig von der Rolle und bis in die Zehenspitzen verkrampft, waren wir nicht fähig unser Spiel aufzuziehen. Stattdessen führte uns Volley Toggenburg regelrecht vor.

Was waren wir Ende des zweiten Satzes wütend. Eine tiefe, aber glücklicherweise konstruktive Wut. Die Angst zu verlieren, löste sich urplötzlich auf. Wir fanden das Gleichgewicht zwischen Risiko und Cleverness. Auch liessen wir uns nicht mehr verunsichern, wenn es aufseiten Toggenburgs von Zeit zu Zeit krachte. Die einzige Gefahr für unsere Nerven und Emotionen lauerte in den teilweise unkonventionellen Schiedsrichterentscheidungen. Auf unsere Lernen-Wir-Noch-Liste schreiben wir den Punkt: „Woosah! Wir lassen uns nicht mehr davon beeinflussen.“

Im fünften Satz lieferten wir uns mit Toggenburg einen Schlagabtausch. Mal erwischten sie uns über die Mitte, als Antwort zeigten wir unseren dunklen Block gegen ihre Aussenangreiferinnen. Mitte des Satzes lagen die Gegnerinnen noch knapp in Führung. Gegen Ende liessen wir keine Zweifel mehr an unserer Leistung aufkommen. Getragen von einem energiegeladenen Heimpublikum krallten wir uns den Sieg zum letztmöglichen Zeitpunkt.

Am kommenden Samstag empfangen wir zu Hause um 18 Uhr Rätia Volley. Kommt vorbei, geniesst unser Buffet und falls ihr nebenbei noch Zeit habt uns die Daumen zu drücken, grossartig. Wir freuen uns. Hopp Lunki!

Katja trifft den Nagel auf den Kopf: „Unser Block ist nicht zu spät, die Angreiferin ist zu früh!“