Autor: Philip Locher

Lunkhofen kann dank einer soliden Leistung 3 Punkte aus dem Klosterdorf entführen.

Nach 8 Siegen in Serie musste sich Lunkhofen zuletzt 2x nacheinander geschlagen geben. Vor allem die knappe Tie-Break-Niederlage gegen Jona schmerzte. Doch lange Zeit, sich davon zu erholen, bleibt nicht. Der Kampf um den zweiten Playoff Platz in der Gruppe D ist auch 4 Runden vor Schluss sehr spannend und offen. Lunkhofen liegt mit Kreuzlingen auf dem geteilten 2. Rang. Mit Näfels, Wetzikon und Jona haben noch drei weitere Teams eine reelle Chance für die Playoffs.

Einsiedeln konnte in der Vorrunde knapp im Tie-Break geschlagen werden. Ausserdem befinden sich die Klosterdörfler auf einem Abstiegsplatz. Gut möglich, dass eine Verstärkung aus dem vereinsinternen NLA Team als Verstärkung aufgeboten wird.

Die Gäste starten stark ins Spiel. Dank einer soliden Arbeit in der Annahme kann Passeur Bucher stets alle Angreifer anspielen. Über Aussen steht darum oft nur ein Einerblock. Einsiedeln ist in dieser Phase zu wenig gefährlich. Erst die Einwechslung von Diagonalspieler Kretzschmar bringt dann dem Heimteam mehr Power im Angriff. Trotzdem scheint der Satz vorzeitig entschieden dank der 23:15 Führung. Ein Leistungseinbruch auf Lunkhofer Seite bringt das Heimteam nochmals gefährlich nahe ran. Erst im siebten Anlauf gelingt das Sideout zum 24:21. Auch da brauchen die Gäste dann nochmals 2 Anläufe, um den ersten Satz doch noch ins Trockene zu bringen. Der zweite Spielabschnitt verläuft ähnlich, jedoch ohne den Aussetzer gegen Satzende. Lunkhofen gelingt in dieser Phase fast alles. Ein Beispiel gefällig? Locher schlägt eine Annahme, die von den Einsiedlern direkt übers Netz kommt, viel zu stark diagonal und trifft einen Gegner, der etwa 1.5m ausserhalb des Spielfeldes seht, an der Brust. Einige sagen es war pures Glück, ich sage stark gezielt. Dass dann Herger nach einer starken Defense die Flugbahn des Balles falsch einschätzt und den Ball mit dem Hinterkopf statt der Hand spielt, stoppt den Lunki-Siegeszug auch nicht mehr. Somit geht dieser Satz deutlich an die Gäste

Wechsel in der Aufstellung bringen Unsicherheit

Coach Herger stellt mit der komfortablen 2:0 Führung im Rücken um. Bringt den Jungen Passeur Staufer sowie Flo Kaufmann als Aussenangreifer. Der Start misslingt dann aber vollkommen. Gleich mit 5 Punkten gerät Lunki in Rückstand. Schuld dafür sind aber nicht die beiden Eingewechselten. Auch die verbliebenen Akteure aus Satz 1+2 wirken verunsichert. Danach finden die Gäste zwar besser ins Spiel, agieren aber nicht zwingend genug, um den Rückstand aufholen zu können. Auch der Doppelwechsel zur Satzmitte zeigt keine grosse Wirkung. So sind es zum Satzende gar 6 Punkte Rückstand auf das Heimteam.

Für den vierten Abschnitt bringt Coach Herger wieder die Startaufstellung aus den Sätzen 1+2. Nach einem ausgeglichenen Start kann sich Lunkhofen einige Punkte absetzen. Kretzschmar ist in dieser Phase häufiger beim Schiedsrichter zu sehen als im Spiel, um da sein Unbehagen kund zu tun, was ihm dann auch die gelbe Karte einbringt. Lunkhofen lässt sich nicht aus der Ruhe bringen und kann den Vorsprung über die volle Distanz halten. Somit gewinnen die Aargauer 3:1 und holen das Punktemaximum.

Emotionaler Ausbruch nach dem Schlusspfiff

Nach Spielende und vollzogenem Handshake kommt noch einmal etwas Spannung auf. Einsiedelns Schnüriger dachte sich wohl, wenn er schon spielerisch nicht glänzen kann, dann wenigstens verbal und geht auf das Schiedsrichter-Duo los. Diese zücken nach einer Tirade an Beleidigungen die rote Karte. Doch Schnüriger hat noch nicht sein volle Repertoire an Wortlauten preisgegeben und lässt seinen Emotionen weiter freien Lauf. Darauf zeigt ihm der erste Schiedsrichter die gelbe und rote Karte zusammen (Hinausstellung). Dies hat zwar keine spielerischen Konsequenzen mehr, jedoch dürfte es den betroffenen Akteur eine Stange Geld kosten. Rund 500 Franken muss man für eine solche Entgleisung berappen.

Dank den 3 Punkten ist das H1 wieder alleiniger Zweitplatzierter. Die kommende Doppelrunde hat es aber in sich. Lunkhofen muss sich nächstes Wochenende gleich beiden direkten Verfolgern stellen. Am Samstag auswärts gegen Wetzikon (18:00 Uhr) und am Sonntag beim letzten Heimspiel der regulären Saison gegen Kreuzlingen (18:00 Uhr in Oberlunkhofen). Wetzikon hätte im Hinspiel ja gemäss eigenem Spielbericht locker gegen uns gewinnen müssen und vielleicht haut Kreuzlingen eine weitere volleyballerische „Revolution“ raus und schwächt sich so wieder selber (Anmerkung der Redaktion: Fotobeweise der letzten Spielrunde lassen darauf schliessen, dass das Projekt „Revolution“ nicht fortgeführt wurde).

Egal was kommt, wir freuen uns, HOPP LUNKI!

Telegram:

VBC Einsiedeln – TV Lunkhofen 1:3

Einsiedeln, Sporthalle Brüel – 10 Zuschauer. – SR: Moser, Franzoso.
Satzresultate: 23:25, 16:25, 25:19, 21:25

Lunkhofen: Bucher (C), Flück (L), Vukcevic, Locher, Wiehl, Staufer, Flo Kaufmann, Marco Kaufmann, Herger, With, Kunz   Coach: Herger

Einsiedeln: M. Birchler (C), Schädler (L), S. Birchler, Mischler, Schönbächler, Kretzschmar, Schnüringer, Büeler, Bianchi, Haller

Bemerkungen: Satz 4: Gelbe Karte Einsiedeln (Kretzschmar), Rote Karte Einsiedeln (Schnüriger), Gelbe+Rote Karte zusammen Einsiedeln (Schnüriger), Lunkhofen ohne Manu Kaufmann, Felix