Autor: Philip Locher 

Wegen dem schlechteren Punkteverhältnis reicht Lunkhofen der 3:1 Sieg nicht, um in den Playoffs eine Runde weiter zu kommen.

Nach der 1:3-Niederlage im Hinspiel ist die Ausgangslage alles andere als gut. Vor allem, weil diese mit 17 Punkten Differenz mehr als deutlich ausfiel. Somit ist der Fall klar, es muss ein 3:0-Sieg her. Kleine Anpassungen an der Taktik konnten die Lunkis diese Woche in den Trainings noch festigen, denn Malters spielt den wohl einseitigsten Volleyball in der 1. Liga. In wichtigen Momenten wird ausschliesslich Ondrej Boula angespielt und wichtig beginnt ungefähr ab 5:5. Der Ex-Nationalspieler aus Tschechien konnte im Hinspiel zu einfach punkten. Nur sehr selten konnten wir die hart geschlagenen Angriffe blocken oder verteidigen. Ein konsequent diagonal gesetzter Block soll ein erster Schritt in die richtige Richtung sein.

Dies gelingt dem Heimteam auch gleich zu Beginn. In einem hart umkämpften ersten Satz kann Lunkhofen dem Favorit aus Malters die Stirn bieten. Den 150 Zuschauern wird ein hochstehendes Spiel geboten, welche das mit lautstarker Unterstützung belohnen. Gegen Satzende können sich die Aargauer mit 3 Punkten absetzen. Diverse Fehlentscheide auf beide Seiten heizen die Stimmung zusätzlich an und bringen den Gästen nach Reklamationen eine gelbe Karte ein. Auch ein Doppelwechsel bei Malters zeigt keine positive Wirkung. Mit dem Gewinn des Startsatzes kann Lunkhofen ein bisschen Druck auf den Gegner abschieben.

Satz 2 ist weiter hart umkämpft. Vorerst gehen die Gäste knapp in Führung, können diese aber nicht lange halten und so können die Lunkhofer sogar etwas davon ziehen. Den Vorsprung geben die Aargauer nach 2 ärgerlichen Annahmefehlern nochmals aus den Händen. Bei 21:21 fängt sich das Heimteam wieder und kann auch den zweiten Satz gewinnen. Jetzt steht plötzlich Malters mit dem Rücken zur Wand. Vor dem Spiel hätte wohl niemand auf ein Weiterkommen von Lunkhofen gewettet.

Schlechter Start in den 3. Durchgang

Jedoch erwischen die Gäste nun einen besseren Start ins Spiel. Wieder ist es Einbahnvolleyball der Gäste mit Boula, einem Passeur und 4 Statisten. Sollte Malters wirklich aufsteigen, darf sich dieser einfach nie verletzen, sonst sieht es mehr als düster aus für die Luzerner. Der gegnerische Block steht jeweils bereits früh am richtigen Ort und kann die Angriffe des Heimteams stoppen. Coach Herger ist früh zu einem Wechsel gezwungen. Zwar finden die Aargauer besser ins Spiel, doch Malters lässt sich den Vorsprung nicht so schnell nehmen. In diesem Satz gibt es wieder einige Aufreger. Nach diversen, teils völlig unverständlichen Fehlentscheiden der Schiedsrichter wurde dieser Satz unnötig aufgeheizt. Diesmal ist das Nervenkostüm des Heimteams das Dünnere. Die zweite gelbe Karte des Spiels geht an unseren Coach, natürlich aus seiner Sicht zu Unrecht=) Malters spielt den Vorsprung erfolgreich über die volle Distanz und sichert sich den erlösenden Satzgewinn in diesem Spiel. Schiedsrichter hin oder her, in diesem Satz war unser Auftritt zu nervös. Eigentlich sollte die 2:0 Führung beflügeln, doch eher das Gegenteil war der Fall.

Erneuter Versuch nach der Sommerpause

Der vierte Satz ist nur noch Makulatur. Malters benötigt lediglich 7 Punkte, um dank dem besseren Punkteverhältnis die nächste Runde zu erreichen. Beim Stande von 7:4 wechseln die Gäste dann auch ihren Topscorer aus (sie waren wohl selber nicht sicher, ob sie ohne Boula 7 Punkte pro Satz erreichen würden) und spielen nicht mehr weiter auf Sieg. Mit diesem Wechsel ist es für Lunkhofen, das auch nicht mehr mit derselben Euphorie agiert, ein leichtes, Malters noch abzufangen und sich mit einem 3:1-Erfolg wenigstens noch siegreich aus der Saison zu verabschieden. Herger macht mir mit seinem Service-Marke „Totalaussetzer“ beinahe noch den Titel „Schlechtester Service der Saison“ streitig. Auch dass Marco Kaufmann noch fast ein Loch in den Hallenboden hämmert mit seinem Kurzangriff, ändert nichts mehr an unserem Ausscheiden. Somit waren es die heutigen Verlierer, welche Grund zum Jubel haben. Zum Trost gab es für Spieler und Zuschauer 200 Schoggihasen. Natürlich ist das Ausscheiden ärgerlich und gerne hätte man in Lunkhofen eine weitere Playoffrunde gespielt. Trotzdem blickt Coach Herger zufrieden auf die vergangene Meisterschaft zurück. Zu Beginn hätte wohl nicht jeder in Lunkhofen für den 2. Rang unterschrieben. Wir möchten uns für die zahlreiche Unterstützung bedanken. Rund 150 Zuschauer haben den Weg in die Halle gefunden und machten super Stimmung. Besten Dank und wir sehen uns nächsten Herbst wieder.

Telegram:

TV Lunkhofen – VBC Malters 3:1

Turnhalle Oberlunkhofen – 150 Zuschauer. – SR: Brunner, Bohli.

Satzresultate: 25:21, 25:23, 18:25, 25:21

Lunkhofen: Bucher (C), Flück (L), Herger , Locher, Wiehl, N. Staufer, B. Staufer, Flo Kaufmann, Vukcevic, With, Marco Kaufmann, Kunz,    Coach: Herger

Malters: Küttel R. (C), Doppmann (L), Krauer (L), Boula, Destovic, Keller, Küttel P., Meier, Weber, Weibel W., Weibel A.,    Coach: Boula

Bemerkungen: Lunkhofen ohne Felix, Manu Kaufmann,