Volleyball, NLB-Abstiegsrunde:

Lunkhofen – Chênois Volleyball 2:3 (25:21, 25:21, 17:25, 16:25, 6:15)

Lunkhofen – Servette Star-Onex 2:3 (25:22, 24:26, 25:17, 10:25, 12:15)

Trotz Steigerung gelingt Lunkhofen der erhoffte Schritt nicht. Gegen Chênois und Servette zeigte das Heimteam zu wenig Nerven und Selbstvertrauen in den entscheidenden Momenten und unterliegt beiden Genfer Mannschaften mit 2:3.

Die dringend nötigen Punkte konnten in den beiden wegweisenden Spielen nicht eingefahren werden. Lunkhofens junges Team zeigte aber viel Kampfgeist und spielte phasenweise ein sehr attraktives Volleyball.

Ein wegweisendes Spiel

Am Samstag reiste Chênois Genève an, die in der Abstiegsrunde den 6. Tabellenrang belegte. Der Gegner mochte in den ersten beiden Sätzen nicht zu glänzen. Lunkhofen zeigte in den ersten beiden Sätzen eine starke Serviceleistung, mit welcher sie den Gegner stark unter Druck setzten konnten und somit die ersten beiden Sätze mit 25:21 für sich entschieden. Es schien, als hätte die lange Fahrt aus Genf die Chênois-Spieler bereits viel Kraft gekostet. Im dritten Satz erwischte Chênois den besseren Start, gewann an Selbstvertrauen und machte fast keine Eigenfehler. Lunkhofen fand keinen Tritt ins Spiel und verlor den Satz klar mit 17:25. Chênois Junior Pierrehumbert zeigte auch im vierten Satz eine solide Leistung und machte dem TV Lunkhofen das Leben mit starken Angriffen schwer. Das Heimteam konnte nicht mehr die glanzvolle Leistung der ersten zwei Sätze abrufen, war verunsichert und konnte auch im Tiebreak das Blatt nicht mehr zu seinen Gunsten wenden und verlor dieses klar 6:15.

Knapper Ausgang auch am Sonntag

Mit Servette Star-Onex erhielt Lunkhofen am Sonntag eine neue Chance, Punkte zu sammeln. Servette war ein unbekannter Gegner, weil das Spiel aus terminlichen Gründen aus Wunsch der Gäste verschoben wurde. Der TV Lunkhofen startete wunschgemäss in den ersten Satz und spielte sich einen soliden Vierpunktevorsprung heraus, was den Coach der Gäste zu einem Timeout zwang. Lunkhofen spielte konsequent mit viel Druck weiter, zeigte Spielfreude und gab die Führung nicht aus der Hand. Verdient gewann das Heimteam den ersten Satz und startete mit der gleichen Aufstellung in den zweiten Satz. Der Satz verlief auf Augenhöhe, jeder Ball war hart umkämpft. Lunkhofens zweites Timeout von Trainer Tobias Bucher beim Spielstand von 23:23 erzielte seine Wirkung. Das Heimteam spielte sich einen Satzball heraus, welchen sie unglücklich nicht verwerten konnten. Durch zwei starke Service gelang den Gästen nochmals die Wende. Sie gewannen den Satz äusserst knapp mit 24:26. Lunkhofen liess sich nicht irritieren und spielte mit viel Spielwitz und guter Stimmung auf dem Platz, was ihnen zum hohen Satzgewinn verhalf. Lunkhofen verschlief den Start des vierten Satzes komplett, sodass Trainer Bucher beim Spielstand von 1:6 zu einem Timeout gezwungen wurde. Weder das Timeout noch diverse Auswechslungen brachten die erhoffte Wende. Der Satz wurde klar von Servette dominiert. Mit 10:25 endete der vierte Satz. Nach dem verpatzten Tiebreak vom Samstag hatte Lunkhofen eine Rechnung offen. Das junge Team startete wach und motiviert in den fünften Satz. Das Tiebreak war äusserst umkämpft. Beim Spielstand von 6:8 wurden die Seiten gewechselt. Lunkhofen erzielte drei Punkte in Folge worauf Servette ein Timeout nahm. Bis zum Spielstand von 12:12 war für beide Teams noch alles offen.  Beim TV Lunkhofen fehlte in der Endphase das nötige Glück. Servette zeige starke Nerven und gewann das Tiebreak mit einer souveränen Schlussphase  12:15.

Ligaerhalt verpasst

Lunkhofen zeigte dieses Wochenende viel Kampfgeist und Wille zum Sieg. Mit der Ausbeute von zwei Punkten wurden sie schlecht entlohnt. Um im Rennen um den Ligaerhalt bleiben zu können, wären zwei klare Siege nötig gewesen. Der TV Lunkhofen wird nach 10 Jahren in der NLB in die 1. Liga absteigen. Es wäre der Mannschaft zu gönnen, wenn in den letzten Heimspielen trotzdem ein grosser Publikumsaufmarsch stattfinden würde.