Im Abschlussspiel gegen Wil kann das H1 einen komfortablen Vorsprung nicht verwalten und siegt nach einem bescheidenen Spiel „nur“ mit 3:2. Beiden Teams merkte man an, dass es um nichts mehr ging und dementsprechend erreichte die Partie nie ganz ein ansprechendes Niveau. Mit einem Sieg fällt der Saisonabschluss aber durchaus positiv aus.

Das Hinspiel anfangs Dezember war eine emotionale Angelegenheit. Vor heimischem Publikum musste sich Lunki nach erbittertem Kampf in fünf Sätzen gegen die Ostschweizer geschlagen geben. Das Rückspiel bot somit die Möglichkeit, sich für die Niederlage aus dem Hinspiel zu revanchieren. Da das letzte Heimspiel gegen Amriswil zudem vollkommen misslang, wollte das Team zumindest resultatmässig für einen erfreulichen Abschluss sorgen.

Der Partie fehlte dann aber von Anfang an die Spannung. Beide Teams taten sich schwer, die notwendige Motivation und Bereitschaft für ein umkämpftes Spiel zu finden. Da es das H1 aber verstand, das Fehlermanagement besser zu kontrollieren als der Gegner, konnten sich Lunki jeweils in der Anfangsphase der ersten beiden Sätze absetzen und einen gewissen Vorsprung herausspielen. Die Wiler kamen derweilen nur zu Punkteserien, wenn die Gäste ihrerseits die Konzentration vermissen liessen. So wurde es jeweils am Ende der Sätze nochmals eng, die Kellerämter wussten aber den Vorsprung über die Ziellinie zu retten.

Auch der dritte Satz verlief mehrheitlich nach dem gleichen Schema. Wil hatte vor allem mit den druckvollen Anspielen von Lunki Mühe und konnte auch im Angriff die Gäste nie zwingend unter Druck setzen. Doch mit einem klaren und schnellen 3:0-Erfolg vor Augen liess das H1 den Fokus je länger je mehr schleifen und so konnte sich Wil halbwegs wieder fangen. Beim Stand von 23:19 für die Gäste kam dann der endgültige Bruch im Spiel. Trotz stabiler Annahme konnte nur noch ein Punkt erzielt werden, notabene ein Matchball. Aber auch diesen wusste das H1 nicht zu verwerten und so konnte Wil in extremis eine klare Niederlage vermeiden und in Sätzen auf 1:2 verkürzen.

Der Gewinn des vierten Satzes gab Wil sichtlich Aufschwung. Von den Gästen wurde nun eine Antwort erwartet, welche leider aber ausblieb. Das Spiel gewann dadurch nicht an Niveau, sondern die Verhältnisse wurden einfach gedreht. Das H1 nun mit Mühe, ins Spiel zu finden und Druck auf die Kontrahenten auszuüben. Wil auf der anderen Seite hatte die Fehlerquote im Griff und kam so zum einfachen und klaren Satzausgleich.

Erst im Tiebreak konnte sich beide Mannschaften gleichermassen steigern und die Partie hob sich auf ein ansprechendes Niveau. Wil einerseits hatte Lunte gerochen und bekam wider Erwartens doch noch die Gelegenheit, das letzte Spiel der Saison zu gewinnen. Lunki andererseits mochte sich den sicher geglaubten Sieg nicht so einfach nehmen lassen. So blieb das Spiel bis zum Seitenwechsel ausgeglichen und keine Mannschaft konnte sich absetzen. Nach dem Seitenwechsel konnte das H1 nochmals einen Gang höher schalten und zwang Wil mit intelligentem und konstantem Spiel in die Verteidigung. Mit 15:11 und 3:2 entschied Lunki das letzte Spiel der Saison für sich und sorgt dafür für einen positiven, wenn auch zweifelhaften, Saisonabschluss.

Mit 23 Punkten konnte das H1 mehr als doppelt so viele Punkte ergattern wie noch vor einem Jahr. Und doch gewann das Team in der Tabelle nur einen Rang. Dies zeigt auf, wie ausgeglichen die Gruppe im Mittelfeld (Plätze 3 bis 7) doch ist. Mit dem Vermeiden des saisonale Tiefpunkt im Dezember und wenig berauschenden Spielen gegen Wil, Jona und St. Gallen (aus 4 Spielen nur 1 Punkt) vergab das Team eine Platzierung in der ersten Tabellenhälfte. Und doch kann die Saison als positiv gewertet werden, denn im Vergleich zur letzten Meisterschaft hat das Team vor allem im mentalen Bereich Fortschritte erzielt und sich so selber aus dem Abstiegskampf rausgehalten.

In den nächsten Wochen wird im H1 der Trainingsbetrieb komplett eingestellt und höchstens polysportiven Aktivitäten nachgegangen. Die administrative und organisatorische Planung beginnt jedoch bald, um auch nächstes Jahr ein konkurrenzfähiges Team für die 1. Liga stellen zu können.

Vielen Dank den jeweils zahlreich erschienen Zuschauern an den Heimspielen! Wir hoffen, Euch auch im nächsten Herbst wieder an unserer Seite zu wissen und verbleiben mit den besten Wünschen!

Autor: P. Arnet

Telegramm:

STV Wil vs. TV Lunkhofen 2:3

Turnhalle Klosterweg, Wil – 10 Zuschauer – SR: B. Hess und D. Häderli – Satzresultate: 23:25, 19:25, 26:24, 25:15 und 11:15

Lunkhofen: Y. Baumgartner (C), D. Flück (L), P. Arnet, K. Baumgartner, N. Wyssen, K. With, J. Koch, Marco Kaufmann, M. Bucher

Coach: Y. Baumgartner

Bemerkungen: Lunkhofen ohne Manuel Kaufmann